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Die Bitcoin & Krypto News vom 07. Mai 2018

Werden Ethereum und Ripple als Wertpapiere klassifiziert?

Eine Arbeitsgruppe der US-Regulierungsbehörden SEC und CFTC beraten heute über die Frage, wie Ethereum und Ripple einzustufen sind. Der ehemalige CFTC-Chef Gary Gensler hat die Debatte vor rund einer Woche angestoßen, als er sagte: “Es gibt ein starkes Argument dass ETH und/oder Ripple Wertpapiere darstellen, die gegen die Regeln verstoßen”. Denn wer ein Wertpapier herausgibt, muss das laut dem US-Gesetz bei der SEC anmelden und sich an diverse Transparenzvorgaben gegenüber Investoren halten. Einige der Regulatoren, dass Ethereum ein Wertpapier sei, weil es durch einen ICO ins Leben gerufen wurde. Die Ethereum Foundation hatte im Juli 2016 rund 60 Millionen Ether verkauft und dabei rund 18,3 Millionen Dollar in Form von Bitcoin eingenommen. Ein weiterer entscheidender Punkt, den die Aufseher klären wollen, ist die Frage, ob die Gründer eines Coin besonderen Einfluss auf die Entwicklung des Preises haben, wie Manager und ihre Strategie es bei herkömmlichen Firmen haben.

Bitcoin kratzte an 10.000 USD und fiel danach auf 9.300 USD

Am Wochenende hätte Bitcoin (BTC) fast eine wichtige Marke erreicht. Doch kurz bevor BTC auf internationalen Exchanges für 10.000 Dollar oder mehr gehandelt werden konnte, dreht der Kurs wieder Richtung Süden. Auch die Kurse von anderen Krypto-Assets wie Ethereum, Ripple, Litecoin oder Bitcoin Cash, die zuvor am aufsteigenden Ast waren, stehen derzeit auf rot. Die Markkapitalisierung hat innerhalb eines Tages wieder um rund 30 Milliarden Dollar nachgegeben und hält derzeit bei rund 430 Milliarden Dollar. Bitcoin ist nach wie vor die mit Abstand größte Währung und vereint rund 37 Prozent der Marktkapitalisierung auf sich, gefolgt von Ethereum (ETH, ca. 17 Prozent), Ripple (XRP, ca. 7 Prozent) und Bitcoin Cash (BCH, ca. 6 Prozent).

Huobi plant milliardenschweren Blockchain-Fonds

Einer der größten Exchanges für das Handeln mit Krypto-Assets, Huobi, hat einen großen Fonds für Blockchain-Startups angekündigt. In der chinesischen Provinz Hainan soll das “Global Cultural and Creative Blockchain Lab” gemeinsam mit der Social-Media-Firma Tianya Community errichtet werden. Projekte und Startups, die in dem Lab unterkommen, sollen mit einer Milliarde Dollar gefördert werden. Allerdings ist nicht klar, über welchen Zeitraum diese Summe bereitgestellt wird. Auf 40.000 Quadratmetern soll jedenfalls ein Inkubator eingerichtet werden, in dem Forscher und Unternehmer mit Technologien abreiten, die Huobi bereitstellt. Der Hauptsitz von Huobi bleibt in Singapur, die chinesische Tochter Huobi Labs wird aber ihr Headquarter nach Hainan verlegen.

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U.S. Senat zur Regulierung von Kryptowährungen

Amerika offen für Neues

Jay Clayton - Vorsitzender SEC

Jay Clayton – Vorsitzender SEC

Am heutigen Dienstag, kamen die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammen, um einen Überblick über den Umgang der Regulierungsbehörden mit Kryptowährungen vor dem US-Senat zu geben. Thema war wie eine Regulierung des Kryptowährungsmarktes stattfinden kann. Das Treffen wurde anberaumt, damit institutionelle Investoren nun auch Klarheit erlangen. Laut einer Analyse ist das fehlen eines Überwachungsorgans Grund für die Vorsicht vieler Anleger. Eines der gewichtigsten Probleme auf dem Kryptomarkt, stellen die Grauzonen dar, die durch keinerlei Regelungen erfasst werden können. Bei der Anhörung waren der Vorsitzende der SEC, Jay Clayton, sowie der Vorsitzende der CFTC, J. Christopher Giancarlo, die Hauptredner. Beide sollten klarstellen, welche Aufsichtsrolle sie zukünftig einnehmen sollen und welche Befugnisse ihnen eingeräumt werden sollen. Trotz keiner im Vorhinein der Anhörung geplanten Kriterien bzw. Regulierungspläne, ist das bisherige Ergebnis der Anhörung durchaus positiv. Dies spiegelte sich in den Aussagen Claytons wie auch Giancarlos wieder. Zwar planen beide Institutionen sich stärker in die Kontrolle des Kryptomarktes einzubringen, doch sie wollen keinesfalls die positiven Aspekte der Technologie sowie dem Trading einen Riegel vorschieben.

Die CFTC spricht von großem Potenzial innerhalb der Blockchain-Technologie. Davon könnte insbesondere die Finanzindustrie profitieren. Man möchte eine „Do no harm“ Strategie anwenden. Diese sei auch der richtige Ausgangspunkt für die Entwicklung des Internets gewesen. Bedingung sei jedoch eine transparentere Aufsicht in Schlüsselbereichen – hierbei wurde der Schutz der Kleinanleger hervorgehoben. „Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es keine Distributed Ledger Technologie geben würde, wenn es den Bitcoin nicht gäbe.“ Das war die Antwort Giancarlos, auf die Frage von Arkansas Senator Tom Cotton bezüglich den Wert der Technologie, welche den Kryptowährungen wie Bitcoin zugrunde liegt. In seinen Ausführungen beschrieb Giancarlo sie als untrennbar miteinander verbunden. Er betonte die überaus „verheißungsvollen Aussichten“ welche die Technologie in einer Reihe von Anwendungen ermöglicht.

J. Christopher Giancarlo - Vorsitzender CFTC

J. Christopher Giancarlo – Vorsitzender CFTC

Der SEC hatte seinen Fokus auf die Lage bei Initial Coin Offering (ICO) gelegt. Die Ausgangsposition ist hierbei durchaus mangelhaft. Es gibt zu viele Scams in diesem Bereich, die den derzeitigen Erfolg der Blockchain-Technologie Schaden zufügen. SEC und die CFTC sehen sich in der Verantwortung einen geregelten Rahmen für die Marktteilnehmer zu schaffen, welcher Innovationen für Unternehmen wie auch Integrität und Vertrauen für Anleger ermöglicht.

Aus der gut zweistündigen Anhörung gingen nur wenig Neuigkeiten hervor.  Die befragenden Senatoren gingen relativ hart gegen die beiden Anzuhörenden vor. Insbesondere taten sich Fragen zum intrinsischen Wert des Bitcoin und der starken Schwankungen von über zweistelligen Prozentwerten auf. Zudem fragte man nach der Sicherheit der Systeme, mit Anspielung auf den Hack der japanischen Trading Plattform CoinCheck. Clayton und Giancarlo verteidigten die Arbeit ihrer Institutionen und die deren erfolgreich umgesetzten Maßnahmen, um Betrügereien zu unterbinden (hier angeführt Coin Drop Markets, My Big Coin Pay Inc. und The Entrepreneurs Headquarters Limited). Der Spielraum sei jedoch begrenzt fügte Giancarlo hinzu, da die Kryptomärkte grenzüberschreitend

Im Rahmen der Befragung äußerte Giancarlo auch, dass die Möglichkeiten der CFTC natürlich begrenzt sind, da es für Kryptowährungsmärkte keine nationalen Grenzen gibt und diese weltweit agieren.

Zusammenfassend wurde ein positives Bild vermittelt und auch durch die Senatoren zur Kenntnis genommen. Die USA dürften damit Vorreiter für die weltweite Entwicklungen des Bitcoins und der Kryptowährungen sein, insbesondere auch für Europa. Den Nutzen für Innovationen respektive Investitionen sehen die Amerikaner höher als die Bedrohung, dies wurde klar.

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