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Die Bitcoin & Krypto News vom 16. April 2018

Russland blockiert Chat-Dienst Telegram

Weil Telegram keine Kundendaten an Geheimdienste liefern will, blockiert Russland nun den Messenger-Dienst. Gründer Pavel Durov bezeichnete den Gerichtsprozess als Farce. Nur 18 Minuten dauerte der Prozess. Danach ordnete das russische Gericht unter Richterin Julia Smolina laut dpa die Blockade des Chatdienstes Telegram an. Die russische Medienaufsicht hatte zuvor angekündigt, die Entscheidung sofort umzusetzen. Damit folgt das Gericht der Forderung der Aufsichtsbehörde Roskomnadsor. Anwälte des Chat-Dienstes waren hingegen erst gar nicht zu der Verhandlung erschienen, nachdem die Bitte um eine Verschiebung des Prozesses abgelehnt worden war. Telegram-Gründer Pavel Durov hatte das Verfahren im Vorfeld als „offene Farce“ bezeichnet. Durovs Anwälte haben nun angekündigt, das Urteil anzufechten. Bis dahin soll die Blockade des Dienstes bestehen bleiben, solange Telegram nicht kooperiere, so die Richterin. Besonders schwer trifft Telegram das Urteil nicht: Gerade einmal fünf Prozent seiner Nutzer stammen aus Russland. Zudem kursieren schon seit Tagen Anleitungen auf der Plattform, wie die staatliche Blockade via VPN umgangen werden kann. Erst vor Kurzem sammelte das Unternehmen im Rahmen zweier ICOs insgesamt 1,7 Milliarden Dollar ein.

Börse Stuttgart bringt App für Krypto-Trading

Bison - Trading App Börse Stuttgart

Bison – Trading App Börse Stuttgart

Die Börse Stuttgart ist hinter Frankfurt die zweit größte Börse Deutschlands – und sie will jetzt in das Geschäft mit dem Handel von Kryptowährungen einsteigen. Ihre TochterFirma Sowa Labs hat den Prototypen einer App, mit der man virtuelle Coins und Token handeln kann, fertig gestellt. Bison, wie die App getauft wurde, soll ab September verfügbar sein und das Kaufen und Verkaufen von Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Ripple (XRP) und Litecoin (LTC) ermöglichen. Die App soll kostenlos sein, auch soll es keine Handelsgebühren geben.

Krypto-Märkte stagnieren wieder

Nach einem Preissprung vergangene Woche ist das vorläufige Wachstum offenbar wieder vorbei. Aktuell liegen Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Litecoin (LTC) oder EOS leicht im Minus, während andere Kryptowährungen wie Ripple (XRP) oder Bitcoin Cash (BCH), Cardano (ADA) oder Stellar (XLM) noch leicht im Plus stehen. Die Marktkapitalisierung aller aktuell gehandelten Kryptowährungen zusammen liegt derzeit bei rund 323 Milliarden Dollar – vor einigen Stunden waren es noch zehn Milliarden Dollar mehr.

Scam: Entwickler laufen nach ICO mit 660 Mio. Dollar davon

Wie Techcrunch berichtet, ist die vietnamesische Firma Modern Tech nach einem erfolgreichen ICO von der Bildfläche verschwunden. Im Zuge eines Initial Coin Offering (ICO) wurden Kryptowährungen im Gegenwert von rund 660 Millionen Dollar eingenommen – verkauft wurde dabei der Pincoin. Mittlerweile sollen allerdings sieben Mitglieder der Firma das Land verlassen haben, zurückgelassen haben sie eine hübsche Webseite voller Buzzwords.

Auch Krypto-Börse OKEx will nach Malta

Im Rennen um den attraktivsten Standort für Krypto-Firmen und Exchanges hat sich die kleine Insel Malta einen besonderen Status erarbeitet. Nachdem bereits der große Exchange Binance angekündigt hat, nach Malta übersiedeln zu wollen, will jetzt auch OKEx aus Hongkong diesen Schritt wagen. Das hat die Firma via Twitter verkündet. Die fortschrittlichen Blockchain-Initiativen der Regierung würden den Standort sehr attraktiv machen, heißt es. Auch das österreichische Startup Hero, das 2017 einen ICO durchführte und mit dem Herocoin eine digitale Währung für Spielwetten herausgibt, will sich in Malta eine Lizenz holen.

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Krypto Wochenrückblick KW 7 – Bitcoin & Co.

Die Krypto Welt steht nicht still

Auch diese Woche hat sich am Markt wieder einiges getan. Zusammenfassend möchten wir bereits an diesem Punkt sagen, dass die Krypto Welt viel positiven Einfluss in dieser wie auch der vergangenen Woche genossen hat. Warum dies so ist? Hier ein kleiner Überblick.

Telegram: Pre-Sale bringt 850 Mio. Dollar

Die Messaging-App Telegram um Founder Pavel Durov hat den ersten Meilenstein zu seiner eigenen Kryptowährung und kommenden Blockchain-Plattform erfolgreich erreicht. Telegram konnte während des ICO Pre-Sale 850 Mio. USD an liquiden Mitteln einsammeln. Dies ging aus einem Bericht der US-Börsenaufsichtsbehörde hervor. Ein Kauf des zukünftigen GRAM-Tokens war auf Einladung möglich. Die First-Buyer erhielten zudem einen entsprechenden Rabatt.

Auf der nächsten Stufe des Sales möchte das Team weitere respektierliche 1,15 Mrd. USD einsammeln – ein genaues Startdatum wurde noch nicht genannt. Geplant ist, dass Nutzer später mit der eigenen Kryptowährung GRAM Transaktionen vollziehen können. Dafür soll eine hochperformante Blockchain Lösung geschaffen werden, welche die Transaktionsgeschwindigkeit von von Bitcoin oder Ethereum weit in den Schatten stellt. Der aktuelle ICO von Telegram ist bis dato der Größte seit Beginn der ICO Zeitrechnung

Krypto-Märkte bei mehr als 500 Mrd. Dollar

Krypto Market Cap - Stand 18.02.2018

Krypto Market Cap – Stand 18.02.2018

Die These, dass sich Bitcoin und Co nach dem 16. Februar, dem chinesischen Neujahr, wieder erholen, dürfte sich (zumindest kurzfristig) bewahrheitet haben. Schuld daran könnte aber auch ein einzigartiger Einkauf eines unbekannten Investors sein, der sein Bitcoin Wallet  „3Cbq7aT1tY8kMxWLbitaG7yT6bPbKChq64“ auf 96.651 aufgestockt und damit fast verdoppelt hat (56.357 – Stand 09.02.2018).

Aktuell liegt die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen wieder auf der 500 Mrd. USD Marke. Dies tat neben den Altwährungen auch dem Bitcoin (BTC) gut. Dieser verzeichnete zum jetzigen Zeitpunkt einen Kurswert von 10.800 USD. Zwischenzeitlich konnte er sogar kurz über die 11.000 USD Marke klettern. Auch Ethereum (ETH) ist bald zurück auf alten Höhen und kratzt am wichtigen 1.000 USD Widerstand.

Bemerkenswert: Die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen lag vor einem Jahr noch bei 20 Milliarden Dollar. Den Höchststand wurde Anfang Januar diesen Jahres mit fast 830 Mrd. USD erreicht.

Schweiz: Klare Regeln für ICOs

Die Schweiz hat das Bestreben zur „Krypto-Nation“ aufzusteigen. Sie nimmt sich zudem der Rolle des europäischen Silicon Valleys für Blockchain-Firmen an und möchte diese im eigenen Land nachhaltig unterstützen. Dem gesteckten Ziel sollen aber eindeutig abgesteckte Richtlinien für ICOs vorausgehen, sodass die Spielregeln für alle Beteiligten nachvollziehbar sind. Die schweizerische Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat aufgrund vieler anstehender ICOs im Land eine Wegleitung herausgegeben, wie sie auf Basis des bestehenden Finanzmarktrechts mit Unterstellungsanfragen zu Initial Coin Offerings umgehen wird. Die FINMA definiert dabei, welche Mindestangaben sie für die Bearbeitung solcher Anfragen benötigt und nach welchen Prinzipien sie die Beantwortung vornehmen wird. Die FINMA schafft damit Transparenz für die interessierten Marktteilnehmer. So wird jeder zukünftige ICO einzeln betrachtet. Dabei wird unter anderem zwischen Zahlungs-Token (reine Kryptowährungen ohne weitere Funktionalitäten oder Projekte), Nutzungs-Token (Zugang zu einer digitalen Nutzung oder Dienstleistung) und Anlage-Token (repräsentieren Vermögenswerte wie Anteile an Realwerten, Unternehmen, Erträgen oder Anspruch auf Dividenden oder Zinszahlungen) unterschieden. Mischformen seien laut FINMA möglich.

Startups gründen „Ethereum Community Fund“

Ethereum Community Fund

Ethereum Community Fund

Unterschiedliche Blockchain-Projekte und Krypto-Startups, die allesamt auf der Ethereum Blockchain aufbauen, haben sich zusammen getan und den Ethereum Community Fund (ECF) gegründet. Zu den Beratern des Funds gehört auch Ethereum-Gründer Vitalik Buterin. Die verfolgte Zielstellung liege in der Untersützung der einzelnen Projekte, finanziell wie auch durch Knowhow-Austausch untereinander. So soll die Blockchain-Technologie schneller Mainstream-Reife erreichen. Zu den Gründungsmitgliedern des ECF gehören Firmen wie OmiseGo, Maker, Global Brain Blockchain Labs, Cosmos, Golem, Maker und Raiden.

 

Western Union testet Ripple für Transaktionen

Ripple wird mehr und mehr zum Global Technical Player der Banken. Nach dem Abschluss mehrerer Deals im arabischen Raum kann man nun auch Western Union als bekannten Partner in der Ripple-Kooperationsliste wiederfinden. Diese wollen Ripples Kryptowährung XRP für schnelle und günstige internationale Transaktionen einsetzen. Erste Tests fanden dazu statt. Getestet werden aktuell Prozesse, die zur Verbesserung des eingesetzten Kapitals führen und weiterhin aufsichtsrechtliche Anforderungen optimieren. Neben Western Union verkündete man nur wenig später eine nächste Kooperation mit der Saudi Arabischen Zentralbank. Hier nochmal im Detail nachzulesen.

Tim Draper hodlt weiter

Risikokapitalgeber Tim Draper hält weiterhin an seinen Bitcoins fest. „Warum sollte ich die Zukunft gegen die Vergangenheit tauschen“, teilte er Bloomberg mit. Draper hat sich 2014 nach dem Ende von Silk Road rund 32.000 BTC gesichert. Diese hatten einen damalig umgerechneten Wert von 18 Mio. USD. Heute stehen sie bei etwa 352 Mio. USD.

Coinbase belastet fälschlicherweise Bankkonten von Nutzern

Die Krypto-Exchange Coinbase, welche im Zuge des kometenhaften Bitcoin-Aufstiegs ein umsatzstarkes Jahr 2017 feierte, geriet nun in die negative Presse. Einige User beschwerten sich zu Recht, dass Coinbase doppelte und dreifache Buchungen vorgenommen haben soll und so die Bankkonten der Nutzer mehrfach belastet wie auch teilweise überzogen wurden. Einzelfälle berichteten gleich 50 Mal einen Einkauf bei Coinbase in Rechnung gestellt bekommen zu haben. Laut Coinbase liegt der Fehler nicht bei auf deren Seite, sondern beim Kreditkartenanbieter Visa oder der emittierenden Bank Worldpay. Dieses Statement wurde jedoch von Seitens Visa bestritten. Man teilte mit, dass weder Änderungen am Abbuchungsmechanismus vorgenommen, noch derartige Probleme bei anderen Händlern auftraten. Coinbase möchte das Problem so schnell wie möglich aus der Welt schaffen. Die doppelten Transaktionen sollen den Nutzern wieder gutgeschrieben werden. Ob auch Überbuchungen und dadurch entstandene, der durch Überziehungskredite oder geplatzte Daueraufträge entstanden ist, ist bisher noch unklar.

Südkorea schließt Bitcoin-Verbot aus

Südkorea zählt zu den wichtigsten Kryptohandelsmärkte auf der Welt. Trotz der schlechten News aus den vergangenen Wochen und des harten Vorgehens der Regierung gegenüber den Exchanges – die ein kompletten Ban nicht unwahrscheinlich erschienen ließen – wird nun ein grundsätzliches Verbot von digitalen Währungen ausgeschlossen. Dies gab Minister Hong Nam-Ki, der für die Koordination der Regierungspolitik zuständig ist, in einer Videobotschaft bekannt. Stattdessen sei man auf dem Weg den Handel mit Kryptowährungen transparenter gestalten.

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