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Die Bitcoin & Krypto News vom 05. März 2018

Eco: Uber-Mitgründer plant neue Kryptowährung

Mit Eco will der ehemalige Uber-Mitgründer Garret Camp ins Geschäft mit digitalen Währungen einsteigen. Diese hat das Ziel, Krypto-Geld zu schaffen, das im Alltag tatsächlich zum Bezahlen taugt. Derzeit werden Bitcoin und Co wegen der hohen Transaktionskosten und der hohen Volatilität hauptsächlich zum Traden verwendet. Einen ICO will Camp allerdings nicht machen, stattdessen sollen die Coins an Interessierte ausgeschüttet werden. Wichtig sind Camp Universitäten als Partner, die bei der Weiterentwicklung des zugrunde liegenden Protokolls unterstützen sollen – sie bekommen im Gegenzug ebenfalls Eco-Coins.

Auch nicht schlecht: Unter den Beratern der Eco Foundation finden sich prominente Namen, etwa der ehemalige Twitter-COO Adam Bain, Angelist-CEO Naval Ravikant, Bestseller-Author Tim Ferriss („Die 4-Stunden-Woche“) oder BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti.

Bitcoin auf dem Weg Richtung 12.000 Dollar

Bitcoin Preis Chart

Bitcoin Preis Chart

Nach einigen durchwachsenen Wochen scheinen sich die Bitcoin-Preise weltweit wieder zu erholen. Aktuell wird BTC bei mehr als 11.500 Dollar auf Exchanges gehandelt und bewegt sich Richtung der 12.000-Dollar-Marke. Auch Ethereum (ETH) ist auf dem Weg nach oben, aber mit einem Preis von aktuell rund 870 Dollar noch ein Stück entfernt von der psychologisch wichtigen Marke von 1.000 Dollar. Die Nummer 3 im Krypto-Business, Ripple (XRP), wird derzeit bei mehr als 1 Dollar getradet.

Andere Kryptowährungen, gezogen von Bitcoin, stehen ebenfalls im leichten Plus. Bitcoin Cash (BCH) ist knapp bei 1.300 Dollar, Litecoin (LTC) hat die wichtige Marke von 200 Dollar überschritten. Auch Cardano (ADA), Stellar (XLM), Eos oder Monero sind deutlich im Plus. Insgesamt hält die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen derzeit bei rund 470 Milliarden Dollar, ist damit aber noch weit vom Höchststand im Jänner von rund 830 Milliarden Dollar entfernt.

USA: Krypto-Exchanges stocken massiv Personal auf

Wie Business Insider berichtet, wollen in den USA führende Krypto-Börsen sehr viel mehr neues Personal anstellen. Coinbase will die Zahl seiner Mitarbeiter von 250 auf 500 aufstocken, Kraken will gleich 800 neue Leute an Bord holen, und Circle, das kürzlich den Exchange Poloniex aufkaufte, sucht derzeit ebenfalls etwa 200 neue Mitarbeiter. Vor allem geht es darum, den Kunden-Support zu verbessern, schließlich haben Coinbase und Co dank des Hypes rund um Bitcoin und Co enormen Zuspruch in den vergangenen Monaten erfahren. Das Problem dabei: Es gibt derzeit nicht genug Menschen, die Expertise in dem Bereich haben.

Island: Polizei sucht gestohlene Mining-Computer

Wie die Associated Press berichtet, wurden aus einem Rechenzentrum in Island rund 600 Computer, die dort für das Schürfen nach Kryptowährungen aufgestellt wurden, gestohlen – isländische Medien schreiben bereits vom „Big Bitcoin Heist“. Elf Personen wurden im Zuge der Ermittlungen bereits verhaftet, die Rechner im Wert von rund 2 Millionen Dollar allerdings noch nicht sichergestellt. Laut Olafur Helgi Kjartansson von der isländischen Polizei soll es sich um organisierte Kriminalität handeln, die offenbar darauf abzielte, wertvolle Bitcoins zu stehlen. Island hat ist seit vielen Jahren wegen günstiger grüner Energie und dem kühlen Klima ein beliebter Standort für Rechenzentren.

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U.S. Senat zur Regulierung von Kryptowährungen

Amerika offen für Neues

Jay Clayton - Vorsitzender SEC

Jay Clayton – Vorsitzender SEC

Am heutigen Dienstag, kamen die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammen, um einen Überblick über den Umgang der Regulierungsbehörden mit Kryptowährungen vor dem US-Senat zu geben. Thema war wie eine Regulierung des Kryptowährungsmarktes stattfinden kann. Das Treffen wurde anberaumt, damit institutionelle Investoren nun auch Klarheit erlangen. Laut einer Analyse ist das fehlen eines Überwachungsorgans Grund für die Vorsicht vieler Anleger. Eines der gewichtigsten Probleme auf dem Kryptomarkt, stellen die Grauzonen dar, die durch keinerlei Regelungen erfasst werden können. Bei der Anhörung waren der Vorsitzende der SEC, Jay Clayton, sowie der Vorsitzende der CFTC, J. Christopher Giancarlo, die Hauptredner. Beide sollten klarstellen, welche Aufsichtsrolle sie zukünftig einnehmen sollen und welche Befugnisse ihnen eingeräumt werden sollen. Trotz keiner im Vorhinein der Anhörung geplanten Kriterien bzw. Regulierungspläne, ist das bisherige Ergebnis der Anhörung durchaus positiv. Dies spiegelte sich in den Aussagen Claytons wie auch Giancarlos wieder. Zwar planen beide Institutionen sich stärker in die Kontrolle des Kryptomarktes einzubringen, doch sie wollen keinesfalls die positiven Aspekte der Technologie sowie dem Trading einen Riegel vorschieben.

Die CFTC spricht von großem Potenzial innerhalb der Blockchain-Technologie. Davon könnte insbesondere die Finanzindustrie profitieren. Man möchte eine „Do no harm“ Strategie anwenden. Diese sei auch der richtige Ausgangspunkt für die Entwicklung des Internets gewesen. Bedingung sei jedoch eine transparentere Aufsicht in Schlüsselbereichen – hierbei wurde der Schutz der Kleinanleger hervorgehoben. „Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es keine Distributed Ledger Technologie geben würde, wenn es den Bitcoin nicht gäbe.“ Das war die Antwort Giancarlos, auf die Frage von Arkansas Senator Tom Cotton bezüglich den Wert der Technologie, welche den Kryptowährungen wie Bitcoin zugrunde liegt. In seinen Ausführungen beschrieb Giancarlo sie als untrennbar miteinander verbunden. Er betonte die überaus „verheißungsvollen Aussichten“ welche die Technologie in einer Reihe von Anwendungen ermöglicht.

J. Christopher Giancarlo - Vorsitzender CFTC

J. Christopher Giancarlo – Vorsitzender CFTC

Der SEC hatte seinen Fokus auf die Lage bei Initial Coin Offering (ICO) gelegt. Die Ausgangsposition ist hierbei durchaus mangelhaft. Es gibt zu viele Scams in diesem Bereich, die den derzeitigen Erfolg der Blockchain-Technologie Schaden zufügen. SEC und die CFTC sehen sich in der Verantwortung einen geregelten Rahmen für die Marktteilnehmer zu schaffen, welcher Innovationen für Unternehmen wie auch Integrität und Vertrauen für Anleger ermöglicht.

Aus der gut zweistündigen Anhörung gingen nur wenig Neuigkeiten hervor.  Die befragenden Senatoren gingen relativ hart gegen die beiden Anzuhörenden vor. Insbesondere taten sich Fragen zum intrinsischen Wert des Bitcoin und der starken Schwankungen von über zweistelligen Prozentwerten auf. Zudem fragte man nach der Sicherheit der Systeme, mit Anspielung auf den Hack der japanischen Trading Plattform CoinCheck. Clayton und Giancarlo verteidigten die Arbeit ihrer Institutionen und die deren erfolgreich umgesetzten Maßnahmen, um Betrügereien zu unterbinden (hier angeführt Coin Drop Markets, My Big Coin Pay Inc. und The Entrepreneurs Headquarters Limited). Der Spielraum sei jedoch begrenzt fügte Giancarlo hinzu, da die Kryptomärkte grenzüberschreitend

Im Rahmen der Befragung äußerte Giancarlo auch, dass die Möglichkeiten der CFTC natürlich begrenzt sind, da es für Kryptowährungsmärkte keine nationalen Grenzen gibt und diese weltweit agieren.

Zusammenfassend wurde ein positives Bild vermittelt und auch durch die Senatoren zur Kenntnis genommen. Die USA dürften damit Vorreiter für die weltweite Entwicklungen des Bitcoins und der Kryptowährungen sein, insbesondere auch für Europa. Den Nutzen für Innovationen respektive Investitionen sehen die Amerikaner höher als die Bedrohung, dies wurde klar.

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