Schlagwort: kryptowährung

Die Bitcoin & Krypto News vom 02. Mai 2018

Die eigentliche Arbeitswoche fängt für die meisten von uns heute wieder an. Daher hier die News der letzten Tage. Mit wirklich interessantem Input.

Morgan Stanley beschleunigt den Einstieg in den Krypto Markt

Laut einem Interview mit einem anonymen Insider von Morgan Stanley, welches von SludgeFeed veröffentlicht wurde, ist Morgan Stanley zeitnah dabei, seine Handelsprodukte um Kryptowährung zu erweitern. Ihr Ziel ist es, einen Traiding Desk für institutionelle Händler, ICOs und Arbitrage zu schaffen, und zwar vor Goldman Sachs oder einem der anderen großen Finanzinstitute.

Binance: Mehr Quartalsgewinn als Deutsche Bank

Der in Hongkong ansässige Krypto-Exchange Binance hat seine Quartalszahlen vorgelegt. Diese zeigen, dass die Börse für den Handel mit Krypto-Assets einen Profit im zweiten Geschäftsquartal von umgerechnet rund 200 Millionen Dollar vorweisen kann. In das Quartal fallen die lukrativen Monate Dezember 2017 und Januar 2018, als die Kurse für Bitcoin und Co durch die Decke gingen. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank hat im ersten Quartal 2018 rund 120 Millionen Euro Gewinn (nach Steuern) gemacht.

Warren Buffett: „Bitcoin ist kein Investing“

Multimilliardär und Investoren-Legende Warren Buffett hat sich zum Thema Bitcoin geäußert. seiner Meinung nach ist das Kaufen von Kryptowährungen kein Investment. „Wenn man Bitcoin oder eine andere Kryptowährung kauft, dann bekommt man nichts, was wirklich jemals produktiv ist. Man hofft nur darauf, dass es der nächste um mehr Geld wieder abkauft“, so Buffett. Der Handel mit Kryptowährungen sei lediglich Spekulation und Glückspiel.

Coincheck: Riesige Profite vor dem Hack

Vor kurzem ist die japanische Krypto-Börse Coincheck vom Online-Finanzdienstleister Monex übernommen worden (Trending Topics berichtete). Der neue Eigentümer hat jetzt Finanzdaten veröffentlicht, die zeigen, dass Coincheck im Fiskaljahr 2017 (endete mit März 2018) Profit von umgerechnet 491 Millionen Dollar gemacht hat. Diese Gewinne sind vor allem auf den Boom von Kryptowährungen im Dezember 2017 und Januar 2018 zurückzuführen. Später wurde Coincheck von einem Hack gebeutelt, bei dem XEM-Token im damaligen Gegenwert von 530 Millionen Dollar geklaut wurden.

Krypto Märkte wieder in der roten Zone

Wer gehofft hat, dass Bitcoin und Co wieder ordentlich wachsen, wird heute enttäuscht. Der Tag startet mit roten Vorzeichen. Bis auf einige Ausnahmen wie TRON oder NEO stehen die Kurse von Krypto-Assets derzeit im Minus. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 430 Milliarden Dollar – also deutlich unter der Höchstmarke von rund 830 Milliarden Dollar im Januar, aber um ein Vielfaches vor dem Wert vor einem Jahr – damals hatte der Markt eine Kapitalisierung von 6,4 Milliarden Dollar.

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Fällt Umsatzsteuer für den Handel mit Kryptowährungen an

Umsatzsteuer Ja oder Nein

Da in der letzten Zeit etliche Fake News zum besagten Thema kursierten möchten wir euch nochmal auf einen wichtigen Beitrag hinweisen, den wir auch zeitnah schon über unseren Facebook Account veröffentlicht haben. Da uns das Thema sehr am Herzen liegt und Ihr genauso viel wissen solltet wie wir auch, respektive dass Ihr hier neu seid oder gar den Artikel verpasst habt, möchten wir euch erneut über die Inhalte aufklären. Folgendes haben wir damals publiziert!

BITTE LASST EUCH NICHT VOM DEM ANGEHEFTETEN ARTIKEL IN DIE IRRE FÜHREN! Hier wird grober Unfug erzählt und gezielt Angst verbreitet, die total unbegründet ist.
Der Steuerberater Christian Densch (kryptotaxpert), welcher sich intensiv mit Kryptowährungen und Steuern auseinandersetzt (Hier sein Profil Kryptowährungen und Steuern) hat ein klares Statement zu diesem geistigen „Erguss“ abgegeben. Wir empfehlen den Blick in die Ausführungen.

https://www.anwalt.de/…/achtung-umsatzsteuer-handel-mit-kry…

Zitat Herr Densch:
„Was ich von diesem Artikel halte, Nix!

Das sind die Artikel, die ich von diesen Kanzleien der Rechtsanwälte so sehr liebe.Erst vor kurzem hat eine andere Kanzlei den Hinweis eingebracht, dass Miner unter Umständen eine Lizenz bei der BaFin einholen müssen. Ein Anruf bei der BaFin ergab, dass dies eben nicht der Fall ist. Könnte ein solcher Bericht einer Anwaltskanzlei also vielleicht nichts anderes sein, als durch „Horrorscenarios“ Beratungsaufträge zu generieren? Wie so oft verschweigt der Herr Anwalt leider einerseits Wesentliches, andererseits stellt er etwas für die Allgemeinheit Unwesentliches als „Allgemeinverfügung“ dar.

Im Einzelnen:

Zunächst sollte man sich mal den § 1 des Umsatzsteuergesetzes durchlesen, hier mal das Wesentliche:

Umsatzsteuergesetz (UStG)
§ 1 Steuerbare Umsätze

(1) Der Umsatzsteuer unterliegen die folgenden Umsätze:

1. die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt.

Also: Voraussetzung zur Umsatzsteuerpflicht ist, dass man Unternehmer ist, solange also die Finanzverwaltung den Handel unter „Private Veräußerungsgeschäfte“ fasst, ist man kein Unternehmer. (Punkt!) Damit interessiert die Umsatzsteuer erstmal keinen von denen, die Kryptos handeln oder hodln, und selbst wenn es dazu kommen würde, dass eine Umsatzsteuerpflicht für Kryptos allgemein festgestellt würde, hat ein „Privater“ keine Umsatzsteuer abzuführen und kann demnach auch keine Vorsteuer abziehen. Käme es nun dazu, dass ein Finanzminister gegen jegliche Gesetzessystematik die Umsatzsteuerpflicht auch für den privaten Handel mit Kryptos einführt und damit also per Gesetz Euch alle zu Unternehmern macht, müsste gefragt werden, wo denn die Lieferung stattfindet, im Inland oder im Ausland?

Den Ort der Lieferung regelt § 3 UStG (der ist zu lang um den hier reinzukopieren), darum kurz: bei grenzüberschreitenden Lieferungen liegt der Ort der Lieferung da, wo die Lieferung endet, also wenn ich Kryptos an einen in Frankreich oder in China verkaufe, dann ist das nicht Deutschland, Exporte, sei es EU oder außerhalb der EU, sind in Deutschland nicht mit Umsatzsteuer belastet, bzw. werden wieder entlastet (Sonst wären wir ja nicht Exportweltmeister). Würde sich die Lieferung im inland abspielen, ließe es sich sicher leicht regeln, dass bei Kauf Vorsteuer abgezogen werden kann und beim Verkauf die Umsatzsteuer anfällt (Die wäre beim Käufer aber wieder abzugsfähig). Was käme also dabei unterm Strich raus? Genau, wenn alle Unternehmer sind, kommt unter dem Strich nix dabei raus. Nullsummenspiel. Das Mehrwertsteuersystem benötigt einen Endverbraucher, der die ihm belastete Umsatzsteuer nicht abziehen kann (deswegen beissen den Letzten die Hunde) und genau dieser Betrag, der also am Endverbraucher hängen bleibt, nimmt der Staat aus der Umsatzsteuer ein. Ohne Endverbraucher keine Einnahme, also wozu das Ganze??? Dies zum System, nun zum Sachverhalt, bei dem der Anwalt etwas verschwiegen hat, dieses etwas aber so aufbauscht, dass er sofort Aufmerksamkeit generiert. In einem BERICHT des Finanzamts Bonn… schreibt er.

Er hätte auch schreiben können, dass im Rahmen einer Kleinbetriebsprüfung ein Betriebsprüfer bei einem Miner war und die Rechtsauffassung vertreten hat, dass der Miner umsatzsteuerpflichtige Umsätze gem § 1 1 1 UStG tätigt. Das war der Sachverhalt, also ein klitzekleiner Einzelfall, der im Rahmen einer Betriebsprüfung in einem Betriebsprüfungsgericht gelandet ist, nicht rechtskräftig ist und hoffentlich nie wird und vermutlich genauso schnell wieder in der Versenkung verschwinden wird, wie er gekommen ist. Nein, er schreibt „Bericht FA Bonn“ wow, schreibt dann lange über die überlegungen des BMF (wobei die da wohl immer noch überlegen, aber sich wohl auch nicht unbedingt gegen den EUGH stellen werden) und entwickelt ein Horrorscenario das nach x-mal handeln mit nem Coin derselbe von der Umsatzsteuer aufgefressen wurde. Damit zeigt er, dass er nicht den blassesten Schimmer vom System der Umsatzsteuer hat. Ich finde es übrigens bezeichnend, dass hier mal wieder ein Anwalt aus der Deckung kommt, Aussagen eines Steuerberaters habe ich noch nicht dazu gelesen (ihr dürft diesen Post gerne im Netz verbreiten).

Also zur Quintessenz:
1. Privat mit Kryptos handeln/hodln löst keine Umsatzsteuer aus, schließlich ist man nicht wegen dem Kauf / Verkauf von ein paar Coins ein Unternehmer im umsatzsteuerrechtlichen Sinne

2. Sollten alle zu Unternehmern gemacht werden, sollte es auf deutschen Börsen kein Problem werden, Umsatzsteuer und Vorsteuer miteinander zu verrechnen, verkauft man auf ausländischen Börsen, ist das kein Inland, also hier nicht zu erfassen.

3. Es war lediglich ein einzelner Betriebsprüfer, hier wohl jemand, der Kleinstbetriebe prüft, der die Umsatzsteuerpflicht von Kryptos festgestellt hat. Vermutlich hat er in einem sehr warmen Raum gesessen, wo ein paar Büchsen standen die Coins minten (das ist zur Zeit nämlich die einzige Form, die ab einem gewissen Umfang als Gewerbebetrieb eingestuft wird und Betriebsprüfer gehen immer nur zu Gewerbebetrieben).
Dieser Kleinstbetriebsprüfer hat nun in einem Bericht seine Rechtsauffassung kundgetan. Der Steuerberater des Miners weiß wohl hoffentlich, wie er vorgehen sollte.

4. Ich finde es immer wieder absonderlich, dass Rechtsanwälte ohne besondere steuerliche Qualifikation beraten dürfen, bei der vorliegenden Darstellung würde ein Korrektor der Steuerberaterklausuren, sich wohl mit Grausen abgewendet haben.

5. Ich persönlich glaube nicht, dass nach der EUGH Entscheidung das gewerbliche Minen der Umsatzsteuer und damit auch dem Vorsteuerabzug unterworfen wird, der EUGH wird nicht zurückrudern und jede Einspruchsstelle und jedes Finanzgericht müsste dem EUGH erklären, dass das Hedquist Urteil ein Fehlurteil war, so wird es kaum kommen.

Also, Mund abwischen und weitermachen. Ich werd mal morgen bisschen telefonieren.

Christian Densch
Steuerberater“

Danke für diese Ausführungen Herr Densch.

Zusammenfassung von unserer Seite

1. Es kann und wird in Deutschland (wie auch im Rest der EU) keine Umsatzsteuer auf Erwerb/Veräußerung von Bitcoin geben. Siehe das EU-weit geltende rechtskräftige Urteil des EuGH vom 22.10.2015 in der Rechtssache Hedqvist (Pressemitteilung: https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2015-10/cp150128de.pdf) sowie die dieses Urteil ausdrücklich bestätigende Feststellung des Parlamentarischen Staatssekretärs im BMF Dr. Meister vom 29.12.2017 (Bundestags-Drucksache 19/370 vom 05.01.2018, Seite 21/22, http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/003/1900370.pdf)

2. Der anderslautende Steuerbescheid des Finanzamts Bonn-Innenstadt ist ein bedauerlicher Einzelfall, wird es voraussichtlich bleiben, hätte nicht ergehen dürfen und wird demnächst geändert/zurückgenommen/aufgehoben.

3. Das BMF arbeitet derzeit an einer entsprechenden klarstellenden Verwaltungsanweisung für alle deutschen Finanzämter.

4. Es besteht also derzeit nicht der geringste Anlass, wegen dieser Frage irgendwelche Anwälte oder Steuerberater zu mandatieren. (Es sei denn, es tritt der unwahrscheinliche Fall ein, dass bis zur Klarstellung durch das BMF ein weiteres Finanzamt einen belastenden Steuerbescheid erlässt. Der Betroffene müsste natürlich dagegen vorgehen.)

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U.S. Senat zur Regulierung von Kryptowährungen

Amerika offen für Neues

Jay Clayton - Vorsitzender SEC

Jay Clayton – Vorsitzender SEC

Am heutigen Dienstag, kamen die amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zusammen, um einen Überblick über den Umgang der Regulierungsbehörden mit Kryptowährungen vor dem US-Senat zu geben. Thema war wie eine Regulierung des Kryptowährungsmarktes stattfinden kann. Das Treffen wurde anberaumt, damit institutionelle Investoren nun auch Klarheit erlangen. Laut einer Analyse ist das fehlen eines Überwachungsorgans Grund für die Vorsicht vieler Anleger. Eines der gewichtigsten Probleme auf dem Kryptomarkt, stellen die Grauzonen dar, die durch keinerlei Regelungen erfasst werden können. Bei der Anhörung waren der Vorsitzende der SEC, Jay Clayton, sowie der Vorsitzende der CFTC, J. Christopher Giancarlo, die Hauptredner. Beide sollten klarstellen, welche Aufsichtsrolle sie zukünftig einnehmen sollen und welche Befugnisse ihnen eingeräumt werden sollen. Trotz keiner im Vorhinein der Anhörung geplanten Kriterien bzw. Regulierungspläne, ist das bisherige Ergebnis der Anhörung durchaus positiv. Dies spiegelte sich in den Aussagen Claytons wie auch Giancarlos wieder. Zwar planen beide Institutionen sich stärker in die Kontrolle des Kryptomarktes einzubringen, doch sie wollen keinesfalls die positiven Aspekte der Technologie sowie dem Trading einen Riegel vorschieben.

Die CFTC spricht von großem Potenzial innerhalb der Blockchain-Technologie. Davon könnte insbesondere die Finanzindustrie profitieren. Man möchte eine „Do no harm“ Strategie anwenden. Diese sei auch der richtige Ausgangspunkt für die Entwicklung des Internets gewesen. Bedingung sei jedoch eine transparentere Aufsicht in Schlüsselbereichen – hierbei wurde der Schutz der Kleinanleger hervorgehoben. „Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es keine Distributed Ledger Technologie geben würde, wenn es den Bitcoin nicht gäbe.“ Das war die Antwort Giancarlos, auf die Frage von Arkansas Senator Tom Cotton bezüglich den Wert der Technologie, welche den Kryptowährungen wie Bitcoin zugrunde liegt. In seinen Ausführungen beschrieb Giancarlo sie als untrennbar miteinander verbunden. Er betonte die überaus „verheißungsvollen Aussichten“ welche die Technologie in einer Reihe von Anwendungen ermöglicht.

J. Christopher Giancarlo - Vorsitzender CFTC

J. Christopher Giancarlo – Vorsitzender CFTC

Der SEC hatte seinen Fokus auf die Lage bei Initial Coin Offering (ICO) gelegt. Die Ausgangsposition ist hierbei durchaus mangelhaft. Es gibt zu viele Scams in diesem Bereich, die den derzeitigen Erfolg der Blockchain-Technologie Schaden zufügen. SEC und die CFTC sehen sich in der Verantwortung einen geregelten Rahmen für die Marktteilnehmer zu schaffen, welcher Innovationen für Unternehmen wie auch Integrität und Vertrauen für Anleger ermöglicht.

Aus der gut zweistündigen Anhörung gingen nur wenig Neuigkeiten hervor.  Die befragenden Senatoren gingen relativ hart gegen die beiden Anzuhörenden vor. Insbesondere taten sich Fragen zum intrinsischen Wert des Bitcoin und der starken Schwankungen von über zweistelligen Prozentwerten auf. Zudem fragte man nach der Sicherheit der Systeme, mit Anspielung auf den Hack der japanischen Trading Plattform CoinCheck. Clayton und Giancarlo verteidigten die Arbeit ihrer Institutionen und die deren erfolgreich umgesetzten Maßnahmen, um Betrügereien zu unterbinden (hier angeführt Coin Drop Markets, My Big Coin Pay Inc. und The Entrepreneurs Headquarters Limited). Der Spielraum sei jedoch begrenzt fügte Giancarlo hinzu, da die Kryptomärkte grenzüberschreitend

Im Rahmen der Befragung äußerte Giancarlo auch, dass die Möglichkeiten der CFTC natürlich begrenzt sind, da es für Kryptowährungsmärkte keine nationalen Grenzen gibt und diese weltweit agieren.

Zusammenfassend wurde ein positives Bild vermittelt und auch durch die Senatoren zur Kenntnis genommen. Die USA dürften damit Vorreiter für die weltweite Entwicklungen des Bitcoins und der Kryptowährungen sein, insbesondere auch für Europa. Den Nutzen für Innovationen respektive Investitionen sehen die Amerikaner höher als die Bedrohung, dies wurde klar.

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Frohes Neues Jahr – Der Krypto-Ausblick 2018

2018 – Auf eine Neues!

2017 war das Jahr des öffentlichen Erwachens der Kryptowährungen. Mit dem furiosen Aufstieg des Bitcoins und einem parallelen Anstieg des Krypto Market Cap von 18,25 Mrd. USD auf zwischenzeitlich 600 Mrd. USD hat sich das breite Interesse, auch durch die weltweiten Medienpräsenz und Regierungshandlungen in der Kryptowelt bemerkbar gemacht. Bitcoin, Ethereum, Litecoin und eine Vielzahl der anderen nun über 1300 Währungen, haben innerhalb des letzten Jahres ungeahnte Ausmaße erreicht. Weder Kritiker noch Regulierungen konnten den Vormarsch aufhalten und so überflügelten die Kurswerte auch die Prognosen der Analytiker.

Der Anfang ist gemacht

Das wir in diesem Jahr ein abruptes Ende in der Krypto Economy eintreten könnte, ist kaum zu erwarten. Wir stecken auch nach über sieben Jahren Blockchain in den Kinderschuhen des Business und sind mehr oder minder auf dem Weg ins früh jugendliche Auftreten der Kryptowährungen. Es mag gut sein, dass die Presse auch 2018 weiterhin zwanghaft versucht das Thema mit kritischen und meist negativen Kommentaren zu korrumpieren. Doch weder die Medien noch der Großteil der Bevölkerung hat bisher eine genaue Ahnung was hinter der Technik steht und was damit in der Zukunft erreicht werden kann. Viele sehen dahinter immer noch einen Hype bzw. ein „windiges Geschäft“, welches in kurzer Zeit wieder zusammenbricht. Aber die Kryptowelt wird bleiben, so viel sollte sicher sein. Ob sie in dem Ausmaß bestehen bleibt wie aktuell, ist schwer zu sagen. Fakt ist jedoch, dass sich einige große Player mit ihren Partnern am Markt durchsetzen werden. Der Wert der Token jener Unternehmen wird sich vervielfachen, selbst wenn der Anstieg langfristiger Natur sein mag – aber Google wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Hier gilt es früh auf das richtige Pferd zu setzen und den Nutzen für die Geschäftswelt zu erkennen. Wenn das Interesse der großen westlichen und asiatischen Finanzinstitute und Industriefirmen im gleichen Rahmen wie zum Ende 2017 voranschreitet, sowie weitere Einzelpersonen das Potential hinter den Kryptowährungen erkennen, dann kann in 2018 auch die nächste magische Grenze von einer Billion USD an Marktvolumen fallen.

Politik und Medien

Regulierungen könnten auch 2018 die Kryptowelt beeinflussen. Wir erinnern hierbei an den krassen Sturz im September 2017, als China vorerst alle ICOs gebannt hat und die Kryptowährungsmärkte schließen ließ. So haben nicht nur die großen Medien Währungen wie den Bitcoin auf dem Schirm, sondern auch die Politik. Beispielsweise hat der französische Finanzminister Bruno Le Maire in einem Interview mit dem französischen Nachrichtensender LCI eine öffentliche Debatte über Bitcoin losgetreten. Demzufolge möchte er das Thema zur Regulierung von Kryptowährungen auf die Agenda des G20-Gipfels bringen. Wir konstatieren, dass es international keinen Konsens im Bezug zur Behandlung von Kryptowährungen gibt. Zwar haben sich die Mitglieder der EU erst kürzlich auf strengere Vorschriften zur Unterbindung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mittels virtueller Währungen geeinigt. Dennoch gibt es weder einheitliche staatliche noch staatsübergreifende Regelungen. Allein bei der Nachverfolgung für die Steuererklärung im deutschen Raum steht die Steuerbehörde vor großen Problemen. Bevor klare Regeln hierfür verabschiedet und umgesetzt sind, dürfte noch viel Zeit ins Land gehen. Wir rechnen nicht mit 2018. Andere Länder sind dabei durchaus in der Lage schnelle Entscheidungen zu erzwingen.

Wir rechnen in 2018 mit einem erfolgreichen Jahr auf dem Kryptomarkt und in der Kryptowelt. Ob der Bitcoin seinen Lauf im gleichen Maße wie 2017 fortsetzen wird ist aus unserer Sicht nicht sicher – 25.000 USD sind durchaus möglich, aber es wird neue als auch alte Coins geben, die der aktuellen Leitwährung durch ihre technischen Erweiterungen Konkurrenz machen.

Allen unseren Lesern wünschen wir ein erfolgreiches Jahr. Den Tradern, wünschen wir gute Trades. Den Hodlern, die Nerven, um auch bei Stagnation nicht in Panik zu geraten. Den Newcomern unter euch, ebenfalls alles Gute für 2018! Für euch haben wir in den kommenden Tagen noch eine Überraschung für einen gelungen Einstieg.

 

Viel Spaß in 2018!!!

Euer KryptoMAG Team

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Bitcoin Stromverbrauch im Vergleich zum Bankensystem

Der Stromverbrauch des Bitcoin liegt im grünen Bereich

In den letzten paar Monaten gab es viele Vorwürfe zum Stromverbrauch des Bitcoin Netzwerks. Es ist sicherlich keine Überraschung, dass die meisten dieser Behauptungen stark übertrieben sind und völlig falsch interpretiert wurden. Bloomberg lieferte nun eine Antithese zu den vielen Anschuldigungen und sieht etliche Missverständnisse in den Beschuldigungen.

Viele von euch wissen bereits, wie das Bitcoin Netzwerk funktioniert. Transaktionen werden an Nodes gesendet, welche die Inhalte an Mining-Pools weiterleiten. Um sicherzustellen, dass Transaktionen verarbeitet und validiert werden, müssen die Miner leistungsstarke Hardware für den Prozess vorhalten. Dieser Vorgang erfordert viel Strom und wird oft als große Verschwendung angesehen. Gleichzeitig gibt es ökologische Bedenken darüber, was das Bitcoin Mining für unseren Planeten bedeutet.

Wie sich herausstellt, gibt es nur sehr wenige Gründe, die das Mining aus Umweltgesichtspunkten bedenklich machen. Es ist wahr, dass der Mining-Prozess immer komplexer wird und dadurch leistungsfähigere Mining-Hardware benötigt wird. Im gleichen Maße wird die Hardware auch weiterentwickelt, was zu einer Steigerung der Energieeffizienz führt sowie die Umweltbelastung reduziert. Natürlich benötigt das Netzwerk immer noch eine viel Strom, doch zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Verbrauch noch immer im grünen Bereich.

Eine sehr aktuelle Studie behauptet, dass das Bitcoin Netzwerk 8,27 TWh Energie pro Jahr zu aktuellen Preisen verbrauchen wird. Dies ist jedoch weitaus weniger als die meisten US-Rechenzentren benötigen. Im Vergleich zum Energiehunger der USA stellt der Bitcoin lediglich einen Tropfen auf dem heißen Stein dar, der gar nicht bemerkenswert erscheint. Weil derartige Pain Points für Nischenmarkt dennoch ziemlich kritisch sind, ist es aus unserer Sicht wichtig klarzustellen, dass das Mining keine Gefahr für die Umwelt darstellt. Der Trend zeigt, dass auch immer mehr Mining Firmen regenerative und wiederverwendbare Energien für sich entdecken. Damit stützen diese ebenfalls ihre unternehmerische Nachhaltigkeit und mindern deren anfallenden Stromkosten.

Banken und Gold ebenfalls Stromfresser

Der vielleicht faszinierendste Aussage, welche aus dem Blomberg Artikel hervorgeht ist, der Vergleich von Bitcoin zu FIAT Währungen. Denn allein das Drucken von Scheinen und prägen von Münzen verbraucht 11 TWh pro Jahr. Dabei ist das Management des Finanzsystems noch nicht mit einkalkuliert. Das würde zu einem vielfachen des bezifferten Wertes führen. Laut Quellen geht man von einem offiziellen Verbrauch von 650 Twh pro Jahr zur Aufrechterhaltung des globalen Bankensystems aus. Der Goldbergbau, ein weiterer sehr arbeitsintensiver Prozess, erfordert bis zu 132 TWh. Darüber hinaus dürfen wir nicht vergessen was zusätzlich für die Goldgewinnung in Kauf genommen wird (Kriege, Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit, starke Umwelt- und Gesundheitsbelastungen).

Diese Vergleiche stellen den Bitcoin in ein völlig anderes Licht, was von den breiten Medien so gut wie nie angesprochen wird. Was nicht rechtfertigen soll, dass die Energiebilanz der Kryptos ausgezeichnet wäre. Es sollte stets eine sukzessive Weiterentwicklung in der Kryptowelt vorangetrieben werden, die sowohl vom Code als auch der Art des Energieverbrauchs eine Effizienzsteigerung mit sich bringt. Zum Schluss möchten wir aber ein ganz klares Statement loswerden, indem wir sagen, dass viele Lobbyarbeit gegen die Kryptowährungen betrieben wird und Stellungnahmen zu einen erhöhten Energiebedarf ein gefundenes Fressen für diese Leute darstellen. Bitte nutzt wie für alles im Leben euren gesunden Menschenverstand und hinterfragt immer kritisch derartige Aussagen.

Euer KryptoMAG Team

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Singapur reguliert Kryptowährungen nicht

In einem Interview mit Bloomberg sagte Ravi Menon, ein Verantwortlicher der Monetary Authority of Singapore (MAS), der auch für die Zentralbank tätig ist und die Finanzaufsichtsbehörde Singapurs betreut, dass MAS derzeit keine Pläne zur Regulierung von Kryptowährungen vorliegen. Die Zentralbank wird vorerst „offen“ gegenüber dem Thema sein. Dennoch wurde auch klargestellt, dass die Notwendigkeit der Einführung einer Kontrollinstanz zum Anti Money Laundering (Geldwäsche) wichtig ist.

Menon betonte: „Wir selbst glauben, dass die Währung selbst nicht das Risiko darstellt, das eine Regulierung rechtfertigt. Unser Ansatz ist es die Aktivitäten rund um die Kryptowährung zu untersuchen und dann zu beurteilen, welche Maßnahme geeignet wäre. Es ist Tatsache, dass Kryptowährungen oftmals zu illegalen Finanzierungszwecken missbraucht werden, weshalb wir eine AML-Kontrolle einführen möchten. Diese Anforderungen gelten für die Aktivität rund um die Kryptowährung und nicht für die Kryptowährung selbst.“

Ravi Menon ist Befürworter der Kryptowährungen. Dazu die Aussage, wenn die grenzüberschreitenden Transaktionen zwischen verschiedenen Banken durch Kryptowährungen wie Bitcoin in Zukunft günstiger und effizienter abgewickelt werden können, dann sollten sich Zentralbank wie auch Ökonomen stärker auf die Verwendung der Blockchain und Kryptowährungen fokussieren.

Singapur war schon immer Verfechter der Blockchain Technologie und Kryptowährungen. MAS zählt zu den ersten Anwendern überhaupt. Am 25. Oktober kündigten Singapur und Hongkong eine Kooperation bei einem grenzüberschreitenden Handelsprojekt auf Basis der Blockchain Technologie an, indem sie ihre Handelsfinanzierungsplattformen miteinander verbanden.

Mit ihrer offenen Einstellung könnte Singapur zu einem der wichtigsten Länder für die Entwicklung der Blockchain aufsteigen.

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